PAK Abbau durch Mikroorganismen Bei der Verwendung von Holzkohle zum Aufbau eines humusfördernden Substrates sollten die in der Holzkohle enthaltenen PAK nicht unbedacht bleiben. Es ist jedoch möglich die Konzentration der PAK durch Mikroorganismen erheblich zu reduzieren. In einem Versuch wurde Holzkohle in der Kompostierung auf PAK Abbau getestet. Nach dem Beimischen der Holzkohle zum Kompostmaterial wurde eine Abnahme der Konzentration um 36% festgestellt. Bei den Reststoffen aus unserer Vergasungsanlage sind die PAK Werte so gering, das einer Verwendung der Holzkohle zur Bodenverbesserung nichts im Wege steht. Dieser Rückgang der PAK kann durch, in der Bodensanierung wissenschaftlich untersuchte Vorgänge, erklärt werden. Mikrobieller Abbau von PAK ist nur unter aeroben Bedingungen durch oxidative Spaltung der Ringsysteme möglich. Unter anaeroben Bedingungen werden PAK für nicht abbaubar gehalten. Der PAK - Abbau erfolgt durch Mikroorganismen, die den für den Zellaufbau benötigten Kohlenstoff und die für den Stoffwechsel benötigte Energie aus der Oxidation der organische Substanz gewinnen. Während ein Teil der Abbauprodukte in die Umgebung abgegeben wird, trägt der andere Teil zur Vermehrung der Biomasse bei. Bei einer kompletten Verwertung der Biomasse werden die Substanzen vollständig in Biomasse, Kohlendioxid und Wasser umgesetzt. Im günstigsten Fall kann praktisch einen rückstandslose Umwandlung erwartet werden. Weißfäulepilze sind in der Lage, PAK durch Oxidation abzubauen. Diese Pilze können durch Substrate wie z.B. Strohhäcksel und Sägespäne gefördert werden. Die Abbauraten hängen stark von der Bodenbeschaffenheit ab. In gut durchlüfteten Sandboden werden wesentlich höhere Abbauraten als in bindigen Schluff- und Tonböden erzielt. Förderung der biologische Abbauaktivität: · Wenden des Bodens zur Durchlüftung · optimale Bodenfeuchte (50 bis 80% der Wasserhaltefähigkeit) · Aufheizung des Spülwassers um 10°C (ca. 25°C) · Zusatz von bis zu 30 Vol. % organische Masse Folgende Bakteriengattungen besitzen Stämme die in der Lage sind PAK oxidativ abzubauen: Aeromonas - Agmenellum
- Alcaligenes
- Arthrobacter
- Aspergillus
- Bacillus Beijerinckia
- Chrysosporium
- Cunninghamella
- Corynebacterium
- Flavobacterium
- Micrococcus
- Mycobacterium
- Neurospora
- Nocardia
- Oscillatoria
- Pseudomonas
- Phanerochaete
Saccharomyces Selenastrum Quelle: Landesamt für Umweltschutz |